In Deutschland ist derzeit nur eine Anlage der Firma Waterline, die Trinkwasser stromnetzunabhängig in flexible Schlauchbeutel verpacken kann, im Einsatz. Die Anlage arbeitet mit einer Abfüllkapazität von 800 1-Liter–Beuteln pro Stunde. Betreiber sind die Berliner Wasserbetriebe (BWB). Unter der Leitung ihrer Fachleute wurde das Waterline-Systems zur mobilen Notversorgungseinheit weiterentwickelt. So ist es jetzt möglich, unter fast allen Klimabedingungen und autark die Anlagen zur Trinkwasser-Notversorgung anzufahren.
Zum Einsatz kam das Waterline-System in Berlin glücklicherweise bisher nur bei Rohrbrüchen. Zur Fußballweltmeisterschaft 2006 wurden PET-Flaschen mit aufbereitetem Wasser bei Rohrbrüchen kostenlos an die Bevölkerung verteilt. Doch um auch für größere Einsatzfälle gerüstet zu sein, wird schon heute Vorratshaltung betrieben. Die Haltbarkeit des Wassers bei richtiger Lagerung (kühl und dunkel ohne direkte UV-Einstrahlung) beträgt, dank der bakteriziden und bakteriostatischen Wirkung des zugesetzten Silbers, mindestens 5 Jahre. In der Schweiz wurden schon 25 Jahre erprobt.
Autark in der Förderung dank Uhthoff & Zarniko
In der Anwendung ist die mobile Station in ihrer Urausstattung jedoch auf druckbeaufschlagte Wasserversorgung angewiesen, das heißt, es müssen immer zusätzliche Fremdpumpen eingesetzt werden. Ein für die zuständigen Mitarbeiter der Berliner Wasserbetriebe unbefriedigender Zustand.
Damit das in Berlin zum Einsatz kommende System in Zukunft auch autark, also ohne Fremdtechnik funktioniert, dafür sorgten dann die Ingenieure von Uhthoff & Zarniko. Die Experten für Pumpentechnik planten, lieferten und installierten eine selbstansaugende, von fremder Stromversorgung unabhängig arbeitende Pumpe komplett mit Motor, Membranbehälter, Druck- und Durchflusssensor sowie integrierter Pumpenregelung. Und als Fachbetrieb für Pumpentechnik übernahmen Uhthoff & Zarniko selbstverständlich auch sämtliche Montagearbeiten, die Anpassungen sowie die Prüfung des kompletten Systems nach der endgültigen Fertigstellung.
Seinen ersten Probebetrieb hat das jetzt "quasi" innovierte System bereits bestanden.
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